Pressemitteilung Klimastreik 04.09.2020 „Danni bleibt!“

Am 04.09.2020 startet um 13:00 Uhr auf dem Stéphane-Hessel-Platz ein Klimastreik der Fridays For Future Bewegung in Weimar unter dem Motto „Danni bleibt!“.
Mit dieser Kundgebung soll sich mit dem Kampf um den Dannenröder Forst, in der Nähe von Marburg in Hessen, solidarisch gezeigt werden. Dieser über 300 Jahre alte Mischwald war lange Jahre Musterbeispiel für nachhaltige Forstwirtschaft, welche für eine lebensfähige Zukunft essenziell ist. Nun soll der Wald für den Bau der A49, einer Verbindung von Kassel mit der A5, gerodet werden und somit als wichtiges Ökosystem verloren gehen.
Fridays For Future Weimar positioniert sich deutlich gegen den Bau weiterer Autobahnen, welche die dringend benötigte Verkehrswende weiterhin unmöglich machen. Der straßengebundene Verkehr, für Personen oder Güter, stellt keine zukunftsfähige Lösung für Transportbedürfnisse dar.

Der Demozug startet am Stéphane-Hessel-Platz und wir dann über den Goetheplatz, den Theaterplatz und die Schillerstraße führen. Im Anschluss wird die Route über den Wielandplatz, die Steubenstraße und den Sophienstiftsplatz zurück zum Stéphane-Hessel-Platz verlaufen.

Pressemitteilung zum Tweet #Polizeiproblem

Der umstrittene Tweet (https://twitter.com/F4F_weimar/status/1277905697808793604?s=20) bezog sich auf das Thema „Deutschland hat ein #Polizeiproblem“. Dieser sollte am 30. Juni in einer Kampagne auf strukturelle Verfehlungen innerhalb der Polizei hinweisen. In dieser wurde vor allem auf Diskriminierung, Polizeigewalt, Amtsmissbrauch, Rassismus und Datenskandale aufmerksam gemacht. Das genaue Framing ist auf https://polizeiproblem.blackblogs.org/material/ nachzulesen. Der Tweet von FFF Weimar macht auf die dort dargestellten Sachverhalte und die gesellschaftlichen Missstände aufmerksam und nimmt Stellung zu den fehlenden externen Kontrollinstanzen. Denn wenn 94% der Fälle angezeigter Polizeikriminalität eingestellt werden, kann nicht von einer gründlichen Aufarbeitung gesprochen werden.

Die Form, in welcher wir dies äußerten, war pauschalisierend und entsprach damit nicht der Diskussionskultur, welche wir in Zukunft pflegen möchten. Trotz dessen möchten wir uns weiterhin mit strukturellen Problemen in der Polizei in Deutschland beschäftigen und dies in öffentlichem Diskurs sachlich differenziert thematisieren.

Wir als Ortsgruppe Weimar agieren unabhängig und sprechen nicht für Fridays For Future Deutschland gesamt. Dabei möchten wir uns bei vielen Ortsgruppen und weiteren Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen für die Solidarität herzlich bedanken und freuen uns auf weitere Zusammenarbeit.

Pressemitteilung für den Klimastreik am 7.2.2020

Die FFF-Demonstration diesen Freitag (7.2.2020) thematisiert Konsum- und Kapitalsimuskritik.

Wir starten die Demonstration am Theaterplatz um 14:00 Uhr mit Redebeiträgen und Musik. Danach werden wir über die Schützengasse, den Wielandplatz und die Amalienstraße zum Unicampus gelangen. Eine künstlerische Performance wird dort die Ausbeutung in unserem heutigen System thematisieren.

Weiter geht die Route über die Marienstraße, den Frauenplan und die Schillerstraße (einem Kennzeichen für den Konsum) und endet wieder auf dem Theaterplatz.

Wir laden alle ein mit uns gegen den weiteren menschgemachten Klimawandel und für Klimagerechtigkeit einzustehen. Bringt außerdem so viele Freunde, Freundinnen und Bekannte mit wie ihr könnt – wir wollen laut sein.

Fridays for Future präsentiert: Die Ökomerkel

Dieser satirisch angehauchte Redebeitrag wurde am 10.1.2020 bei der Fridays for Future Demonstration von Theresa gehalten:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ähm ich meine liebe Mitbürger*innen, man gendert ja jetzt.

Wir stehen nicht nur am Beginn eines neuen Jahres, sondern auch eines neuen Kapitels in der Geschichte der Nachhaltigkeit. Ich bin überzeugt, dass wir gute Gründe haben, zuversichtlich zu sein. Wenn wir unsere Stärken nutzen, wenn wir auf das setzen, was uns verbindet, also den Kapitalismus und das Wirtschaftswachstum.

Wir haben Großartiges geschafft, wie einen weiterhin exponentiellen Anstieg der CO2 Emissionen, jedes Jahr neue Hitzerekorde und jetzt als Auftakt des neuen Jahres die Waldbrände in Australien.

Die Erwärmung unserer Erde ist real. Sie ist bedrohlich. Wir müssen alles Menschenmögliche unternehmen, um diese Menschheitsherausforderungzu bewältigen. Noch ist das möglich. Aus diesem Grund verabschiedeten wir kürzlich das tolle Klimapaket! Ich weiß sehr wohl, dass die darin beschlossenen Maßnahmen einigen Angst machen und doch noch lange nicht ausreichen. Jedoch bin ich mit meinen 65 Jahren in einem Alter, in dem ich persönlich nicht mehr alle Folgen des Klimawandels erleben werde.

Denn es sind ja nur unsere Kinder und Enkel, die mit den Folgen dessen leben müssen, was wir heute unterlassen. Deshalb setze ich all meine Kraft dafür ein, dass Deutschland seinen Beitrag leistet. Und mit all meiner Kraft, meine ich das Restbisschen meiner Amtszeit, nur um Missverständnisse auszuschließen.

Dabei tragen uns die Werte des Grundgesetzes sowie die Prinzipien der mehr oder weniger sozialen Marktwirtschaft. Sie werden auch in Zukunft unser Kompass bleiben.

Das heißt, auch im digitalen Zeitalter hat die Technik dem Menschen zu dienen- und nicht umgekehrt. Denn wir Menschen, wir Chauvinist*innen, wir regieren. Wir spielen Gott. Das ist der Kern unserer von Lobbyismus zerfressenen Demokratie.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ähm, Mitbürger*innen,

Nur in der Gemeinschaft der Europäischen Union können wir unseren auf Ausbeutung der Natur und Länder des globalen Südens, begründeten Wohlstand sichern.

Wir wollen, dass sie auch in Zukunft einen guten und sicheren Arbeitsplatzhaben. Aber nur, solange die H&M T-Shirts aus Bangladesch nicht zwei Euro teurer wären und die Automobilindustrie weiterhin wachsen kann. Das ginge sonst eindeutig zu weit!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Mitbürger*innen. Ach, das doofe Gendern.

Ein neues Jahrzehnt liegt vor uns. Überraschen wir uns einmal mehr damit, was wir alles mit marktwirtschaftlichen Argumenten vertagen können. Veränderungen müssen deshalb von der breiten Masse laut gefordert werden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesundes und frohes neues Jahr und viel Energie zum Streiken.“

Fridays for Futur übergibt Resolution zur Klimanotstandsausrufung an den Oberbürgermeister

Endlich ist es so weit: Nach viel Engagement und Arbeitszeit hat die Initiative Bündnis Klimawende Weimar die Resolution für den Klimanotstand in Weimar fertiggestellt..

Am 29.11.19 haben wir die Resolution des Klimanotstands im Rahmen unserer Demonstration an den Oberbürgermeister Peter Kleine übergeben. Peter Kleine möchte für Weimar keinen Klimanotstand ausrufen, da „Die Ausrufung vom Notstand in Deutschland zu nichts Gutem geführt hat“. Diese Argumentation empfinden wir als eine schlechte Ausrede um den gleichen Kurs, wie vorher fort zu führen. Jedoch möchte Herr Kleine Lösungsansätze für eine Klimafreundlichere Stadt erarbeiten.

Das bedeutet für uns, dass wir weiterhin Druck auf die Stadt ausüben müssen um sie möglichst klimagerecht zu gestalten.